In der Stadt Buchen im Neckar-Odenwald-Kreis wurde ein innovatives Projekt ins Leben gerufen, das moderne Konzepte und neue Formen des Gärtnerns in städtische Räume bringt. Mit der Stadtverwaltung Buchen als Initiator sowie einer breiten Kooperation zwischen den Schulen des Schulcampus, dem Mehrgenerationenhaus und dem Verband für Wohneigentum ist ein zukunftsweisendes Projekt entstanden, das neue Wege für eine nachhaltige städtische Entwicklung aufzeigt.
Das Projekt "Neue Formen des Gärtnerns – Indoorfarming und Urban Gardening" in Buchen verfolgt das Ziel, die Gesellschaft aktiv für die globalen Herausforderungen der Zukunft zu sensibilisieren. Es soll aufzeigen, wie städtische Entwicklung und Landwirtschaft im Einklang mit den Prinzipien des Klimaschutzes und der Ressourcenschonung gestaltet werden können. Durch die aktive Beteiligung der Öffentlichkeit wird nicht nur das Bewusstsein für diese Themen gestärkt, sondern auch konkrete Handlungsmöglichkeiten für eine zukunftsfähige Stadtplanung und Landwirtschaft aufgezeigt.
Besonderes Augenmerk liegt auf der Indoorfarming-Technologie, bei der mit der geförderten Plug-and-Play Indoorfarm moderne Anbaumethoden für Nutzpflanzen direkt in städtischen Räumen umgesetzt werden. Diese technologiegestützte Lösung ermöglicht den vertikalen Anbau von Pflanzen auf geringem Raum, was einen besonders effizienten Flächenverbrauch zur Folge hat. Durch den geringen Platzbedarf und den ressourcenschonenden Anbau können selbst in städtischen Gebieten frische Lebensmittel erzeugt werden, ohne auf landwirtschaftliche Flächen angewiesen zu sein.
Das Projekt hat mehrere Schwerpunktziele:
- Klimaschutz durch Flächen- und Ressourcenschonung: Der vertikale Anbau von Pflanzen auf kleinen Flächen ermöglicht es,
die Nutzung von Urban Spaces zu maximieren und gleichzeitig den Ressourcenverbrauch (wie Wasser und Energie) zu minimieren.
- Förderung der Biodiversität: Ein weiteres Ziel des Projekts ist die Anzucht klimaresilienter Baumarten für den Buchener Stadtforst, um die Waldtransformation zu unterstützen. Dies trägt dazu bei, die Resilienz des Waldes gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels zu erhöhen.
- Stärkung der lokalen Wertschöpfungsketten: Die im Indoorfarming erzeugten Produkte, wie zum Beispiel frische Salate und Kräuter, werden durch den Verein „Gesunde Ernährung“ direkt in Buchen verwertet. Diese lokale Verwertung stärkt nicht nur die regionale Wirtschaft, sondern fördert auch die Ernährungssicherheit und Nachhaltigkeit vor Ort.
Das Projekt bietet nicht nur eine neue Möglichkeit der urbanen Landwirtschaft, sondern auch ein Bildungs- und Partizipationsangebot für alle Generationen. Insbesondere die Schulen des Schulcampus Buchen und das Mehrgenerationenhaus sind aktiv in die Umsetzung eingebunden und können von den innovativen Anbaumethoden profitieren. Schülerinnen und Schüler erhalten die Chance, in einem praxisnahen Umfeld mehr über nachhaltige Landwirtschaft, Klimaschutz und den Zusammenhang zwischen Konsum und Umweltbewusstsein zu lernen.
Durch die Förderung des Projekts und den Erwerb der Indoorfarm-Technologie konnte ein weiterer wichtiger Schritt hin zu einer
klimafreundlicheren und nachhaltigeren Stadtentwicklung in Buchen umgesetzt werden. Dieses Projekt setzt ein starkes Signal in Richtung
Zukunft und dient als Modell für andere Städte, die ebenfalls innovative Lösungen für eine umweltfreundliche und
lebenswerte Stadt suchen.
Das Projekt zeigt, wie durch Zusammenarbeit, innovative Technologien und die aktive Einbeziehung der Bevölkerung neue Perspektiven
für eine nachhaltige Zukunft geschaffen werden können.
Gefördert und begleitet wurde das Projekt von der LEADER-Aktionsgruppe Badisch-Franken.